Geschichte der Politischen Bildung 2

 

 

Der Grundsatzerlass

Am 11. April 1978 unterzeichnete der damalige Unterrichtsminister Fred Sinowatz den Grundsatzerlass "Politische Bildung in den Schulen". Damit wurde die Behandlung politischer Fragen in allen Gegenständen auf allen Schulstufen und in allen Schultypen festgelegt.

Der Erlass blieb bis 2015 in Kraft, Überlegungen zu einer Aktualisierung erfuhren keine Umsetzung, die Diskussion um ein eigenes Fach verstummte weitgehend während der nächsten beiden Jahrzehnte.

Menschenrechte © Gerd Altmann, www.pixelio.de

Die neue Situation brachte eine erhebliche Nachfrage nach Unterlagen, Materialien und Fortbildungsmöglichkeiten.  Das Ministerium reagierte u.a. mit  der Herausgabe einer Beispielsammlung und der Edition einer Schriftenreihe sowie der Organisation von Seminaren und des seit 1983 laufenden Lehrganges, später in Universitätslehrgang zur Politischen Bildung umbenannt, der für Lehrer/innen aller Schultypen und aller Fächer offen war. Dieser Lehrgang wurde 2010 beendet. An seine Stelle trat ein kostenintensiver von der Donauuniversität Krems organisierter, vier Semester dauernder. Lehrgang Politische Bildung (MSc), der sich an Multiplikator/innen im Aus- und Weiterbildungsbereich,sowie Personen die in ihrem beruflichen Umfeld Funktionen der politischen Bildung erfüllen (Arbeit in Bildungseinrichtungen, soziale bzw. sozialpolitische Aufgabengebiete).

Die Ausbildungsinstitutionen reagierten auf den eher zögerlich, so wurde an der Universität Wien für angehende Geschichtelehrer/innen weiter eine Einführung in das Rechts- und Verfassungsleben angeboten.


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