Tipps

Lehrbücher
Wichtig ist, Lehrbücher - genauso wie andere Medien auch - kritisch zu hinterfragen. Hinter einem Schulbuch stehen nicht nur die Interessen des Ministeriums und der Verlage, sondern auch das Geschichtsverständnis der Autoren und Autorinnen. Der von ihnen gestaltete Textteil, aber auch die ausgewählten Quellen und Illustrationen sollten auf ihre Sicht von Geschichte und Geschichtsdidaktik sehr genau untersucht werden, bevor das Lehrbuch im Unterricht zum Einsatz kommt.

Für welches Lehrbuch sich eine Schule entschieden hat, kann große Auswirkungen auf den Unterricht haben. Die einzelnen Lehrenden können nur begrenzt auf die Auswahl des Schulbuches Einfluss nehmen, denn die Mehrheit der GeschichtslehrerInnen an einer Schule entscheidet, welches Lehrbuch für die ganze Schule bestellt wird.

Außerdem ist zu beachten, dass Schulbücher oft unter großem Zeitdruck geschrieben werden, um sie beispielsweise in Einklang mit einem neuen Lehrplan zu bringen. Das kann zu Ungenauigkeiten führen. Daher sollten auch Details wie zum Beispiel Bildunterschriften immer nur mit Vorsicht übernommen werden; an manchen Stellen bietet sich an, selbst zu recherchieren.

Ein weiterer Punkt ergibt sich aus der jeweiligen didaktischen Konzeption eines Lehrbuchs. Durch diese wird den LehrerInnen, die das Buch verwenden, so manche didaktische Entscheidung abgenommen, die sie eigentlich selbst fällen sollten.

Ein zentrales Element im Umgang mit Lehrbüchern ist somit ein kritisches Bewusstsein, das insbesonders durch das Mittel der Schulbuchanalyse geschärft wird.


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