Tipps

Schriftliche Quellen im Geschichtsunterricht

Damit schriftliche Quellen im Unterricht erfolgreich sind, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Bei der Auswahl der Quellen ist wichtig, dass sie einen gewissen "Auslegungsspielraum" haben. Es muss möglich sein, eine Quelle in verschiedene Richtungen auszulegen, ansonsten geht ihnen die Voraussetzung für Interpretation und Verstehen ab.
  • Quellen sollten zum Zeitpunkt der Interpretation noch "rätselhaft" sein, d. h. es sollten noch nicht alle Schwierigkeiten, die Quelle zu verstehen, überwunden sein. Nur so können SchülerInnen Interpretationskompetenz erwerben.
  • Die Aufgaben sollten kreativ gestellt sein und nicht nur auf wer, was, wo hinauslaufen.
  • Quellen sollten in den historischen Kontext gestellt werden, um wirklich verstanden zu werden.
  • Für die Arbeit mit Quellen sollte genügend Zeit eingeplant werden.
  • Quellen wirken umso besser, je mehr sie eine "sinnliche Erfahrung" sind, d. h. der Charme einer Quelle entfaltet sich eher, wenn die SchülerInnen zumindest eine Kopie des Originals sehen und nicht nur eine fein säuberlich getippte Abschrift. In Einzelfällen könnte das Original auch im Zuge eines Lehrausgangs besichtigt werden.

Im Idealfall können Quellen sehr viel im Unterricht leisten, indem die Kritikfähigkeit der SchülerInnen geschult wird. Außerdem werden durch einen quellenorientierten Unterricht bessere Sozialisations- und Behaltensergebnisse erzielt als durch einen "klassischen" Vortrag der Lehrperson.


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