Tipps

Skripten

Wie bei anderen selbstgestalteten schriftlichen Unterlagen sollten auch bei Skripten und Readern gewisse formale Kriterien (Ballstaedt, 1994) beachtet werden:

  • Gegliederte Darstellung: Sowohl Skripten als auch Reader sollten übersichtlich aufgebaut sein. Sinnvoll sind Überschriften – bei Skripten für die einzelnen Kapitel, bei Readern für die unterschiedlichen Teile und Materialien. Ein Inhaltsverzeichnis macht in beiden Fällen den Aufbau klarer und nachvollziehbarer.
  • Einfache Sprache/Verständlichkeit: Beim Verfassen eines Skriptums sollte auch darauf geachtet werden, dass die Ausdrucksweise verständlich ist.
  • Stimulanz: Skripten und Reader sollten so gestaltet werden, dass sie das Interesse der Leser und Leserinnen wecken, zum Beispiel durch Abbildungen.
  • Leserlichkeit: Auch die Leserlichkeit ist eine wichtige Komponente, zum Beispiel spielt eine augenfreundliche Schrift eine große Rolle. Bei Readern ist das nicht immer so leicht zu erreichen, da sie aus unterschiedlichen Texten bestehen, die zum Beispiel aus Büchern kopiert sein können. Hier ist vor allem darauf zu achten, dass die Kopie nicht zu hell und nach Möglichkeit auch nicht bis zur Unkenntlichkeit verkleinert ist.
  • Literatur: Ein Reader besteht aus verschiedenen Materialien – es sollte ausgewiesen werden, woher diese stammen, gerade auch im Hinblick auf die erwünschte Kritikfähigkeit der SchülerInnen in Bezug auf unterschiedliche Quellen und Literatur. Ebenso sollte am Ende eines Skriptums auf die verwendete Literatur hingewiesen werden.

Für den Fall, dass SchülerInnen Skripten und Reader herstellen, ist es wichtig, dass sie mit diesen formalen Kriterien vertraut gemacht werden und der Aufbau der Materialien und das Literaturverzeichnis besprochen werden.

Außerdem sollte beachtet werden, dass die Lektüre bzw. das Verfassen eines relativ ausführlichen Skriptums eher eine Aufgabe für ältere, fortgeschrittene SchülerInnen ist – auch wenn Skripten natürlich unterschiedlich kompliziert sein können. Der Schwierigkeitsgrad von Readern lässt sich dagegen leicht durch die Auswahl der unterschiedlichen Materialien abstufen. So sind auch Mini-Reader für die Unterstufe durchaus denkbar. Auf jeden Fall erfordert die Beschäftigung mit Skripten und Readern die Fähigkeit zum selbständigen Umgang mit Texten, die von SchülerInnen nur schrittweise erworben werden kann.


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