Tipps

 

Flipchart

Damit ein Flipchartbogen Lust darauf macht, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen, muss er ordentlich und liebevoll gestaltet sein. Wenn der Bogen erst live vor (und vielleicht mit) der Klasse entwickelt wird, ist es natürlich nicht so leicht, sofort eine ansprechende Bildgestaltung zu erreichen. Wenn der Flipchartbogen aber fertig vorbereitet mitgebracht wird, sind die Ansprüche an die Gestaltung etwas höher.

Die folgenden Hinweise zur Gestaltung gelten für mehrere Präsentationsmedien gemeinsam:

Ankerreize: Kleine Bilder oder graphische Elemente lockern das Schriftbild auf und machen neugierig auf den Inhalt. Außerdem prägen sich Bilder oft besser ein als reiner Text. Daher sollte man ruhig etwas weniger Text und dafür mehr Abbildungen oder Graphiken bringen.

Geringe Informationsdichte: Sehr wichtig ist die Regel "Weniger ist mehr": Im Unterschied zu einem Skriptum soll ein Flipchart meist nicht für sich alleine sprechen, sondern wird kommentiert und erklärt. Wenn ein Flipchart zu dicht beschrieben ist, ist es schwerer zu lesen als ein gewöhnliches Blatt Papier und lenkt außerdem vom Referenten bzw. der Referentin ab.

Überschrift und Strukturierung: Beim Betrachten findet man sich leichter zurecht, wenn der Text schon auf den ersten Blick gegliedert erscheint. Daher sollte die inhaltliche Struktur durch Gliederungssignale deutlich gemacht werden: Überschriften, Gliederungspunkte, Schriftgrößen oder Farbeinsatz sind dafür gut geeignet. Aber ein zuviel an solchen Mitteln kann auch kontraproduktiv wirken.

Nicht zu klein schreiben!

Damit die Buchstaben noch aus sechs bis acht Metern lesbar sind, müssen sie mindestens 3 cm hoch sein.

Druckschrift verwenden!

Schreibschrift ist schwerer zu lesen.

Groß- und Kleinbuchstaben: Auf ersten Blick wirkt es überraschend, aber eine Schrift, die nur aus Großbuchstaben besteht, ist für das Auge schwieriger zu erfassen, als eine, die aus Groß- und Kleinbuchstaben besteht. Die Wortbilder werden durch abwechselnde Groß- und Kleinbuchstaben strukturierter und sind so für das Auge leichter zu unterscheiden.

Ober- und Unterlängen verkürzen!

Besonders gut lesbar ist eine Schrift, in der die Mittellängen ca. 50% der gesamten Länge der Buchstaben haben. Auf Ober- und Unterlängen entfallen jeweils ca. 25% der Gesamtlänge.

Gerade schreiben!

Eng und in Blöcken schreiben! Eng zusammengeschriebene Buchstaben lassen sich leichter lesen als eine breit auseinandergezogene Schrift. Dagegen sind deutliche Abstände zwischen den einzelnen Wörtern sehr wichtig.

Farben: Flipcharts wirken lebendiger und ansprechender, wenn man verschiedene Farben einsetzt. Farben erleichtern es auch, die Gliederung eines Textes zu erfassen. Zu viele Farben können aber auch vom Inhalt ablenken. Daher sollten Farben sinnvoll eingesetzt werden: Gleiche Farben haben die gleiche Bedeutung. Normalerweise sollten zwei bis drei verschiedene Farben ausreichen.

Und noch ein Tipp für das Schreiben mit Plakatstiften: Viele Stifte haben rechteckige Minen mit verschieden langen Schreibkanten. Man sollte nicht versuchen, alle Strichstärken gleich dick zu machen, denn das führt zu dauerndem Drehen und Neuansetzen des Stiftes. Besser ist es, eine Schreibkante zu wählen und den Stift nicht mehr zu drehen – auch das führt zu einer gleichmäßigen Schrift.

Unsichtbare Notizen machen! Wenn ein Plakat oder ein Flipchartbogen "live" vor der Klasse entwickelt werden soll, können Stichworte, Ziffern, Hilfslinien oder auch Zeichnungen vorher mit einem dünnen, harten Bleistift an den Rand geschrieben bzw. vorgezeichnet werden. Das ist für das Publikum praktisch unsichtbar und erleichtert die Präsentation sehr!


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