Die Foliengestaltung

Overhead

Ankerreize: Kleine Bilder oder graphische Elemente lockern das Schriftbild auf und machen die Betrachter neugierig auf den Inhalt. Außerdem prägen sich Bilder oft besser ein als reiner Text. Daher sollte man auf Folien ruhig etwas weniger Text und dafür mehr Abbildungen oder Graphiken bringen.

Geringe Informationsdichte: Bei der Foliengestaltung gilt die Regel "Weniger ist mehr": Im Unterschied zu einem Skriptum soll eine Folie nicht für sich alleine sprechen, sondern immer kommentiert und erklärt werden. Eine zu dicht beschriebene Folie ist schwieriger zu lesen als ein entsprechendes Blatt Papier und lenkt außerdem vom Referenten bzw. der Referentin ab. Daher sollte man pro Folie möglichst nur eine komprimierte Aussage oder Figur bringen, und nicht mehr als sechs bis neun Textzeilen.

Überschrift und Strukturierung: Beim Betrachten findet man sich leichter zurecht, wenn die Folie schon auf den ersten Blick gegliedert erscheint. Daher sollte die inhaltliche Struktur durch Gliederungssignale deutlich gemacht werden: Überschriften, Gliederungspunkte oder Farbeinsatz sind dafür gut geeignet. Aber auch hier kann ein zuviel an Merkmalen kontraproduktiv wirken.

Schriftgröße: Einer der häufigsten Fehler bei der Gestaltung von Overheadfolien ist der, dass zu kleine Schriften verwendet werden. Wenn direkt aus Büchern auf Folien kopiert wird, ist der Text für die hinteren Reihen meist kaum noch zu lesen. Die Kleinbuchstaben auf Folien sollten mindestens fünf Millimeter hoch sein – das entspricht einer Schriftgröße von 18 Punkt. Bücher sind dagegen meist mit 10 Punkt gedruckt. Eine Hilfe kann der "Fußbodentest" sein: Wenn man die Folie vor sich auf den Fußboden legt, sollte sie bei aufrechter Stehhaltung zu lesen sein. Der Einsatz mehrerer verschiedener Schriftgrößen kann strukturierend wirken, darf aber nicht übertrieben werden. Mehr als drei verschiedene Schriftgrößen sollen auf einer Folie nicht verwendet werden.

Groß- und Kleinbuchstaben: Auf den ersten Blick wirkt es überraschend, aber eine Schrift, die nur aus Großbuchstaben besteht, ist für das Auge schwieriger zu erfassen, als eine, die Ober- und Unterlängen hat und damit dem Auge mehr Anhaltspunkte bietet.

Farben: Folien wirken lebendiger und ansprechender, wenn man verschiedene Farben einsetzt. Farben erleichtern es auch, die Gliederung eines Textes zu erfassen. Zu viele Farben können aber auch vom Inhalt ablenken. Farben sollten daher sinnvoll eingesetzt werden: Gleiche Farben haben die gleiche Bedeutung. Für Textfolien sollten zwei bis drei verschiedene Farben ausreichen. Dünne gelbe, orange oder rote Linien sind bei der Projektion kaum zu sehen. Außerdem sind rot und grün für viele Menschen auf Entfernung schwer zu unterscheiden.

Schriftarten: Der Einsatz von verschiedenen Schriftarten kann strukturierend wirken, ebenso wie die Verwendung von fetten, kursiven oder unterstrichenen Buchstaben. Allerdings muss man auch hier beachten, dass zu viele verschiedene Schrifttypen uneinheitlich und verwirrend wirken. Daher sollte man nicht mehr als drei verschiedene Schrifttypen verwenden.

Querformat: In vielen Räumen reicht die Projektionsfläche nicht aus, um eine ganze Folie wirklich "overhead", also über dem Kopf des/der Vortragenden zu zeigen. Die Projektion wird dann entweder vom Kopf des/der Vortragenden oder vom Projektor verdeckt, oder sie ragt oben oder unten über die Fläche hinaus. Abhilfe kann da eine Folie im Querformat schaffen. Auf diese Weise sind Folien vollständig sichtbar und bieten auch Platz für größere Schriften.


Startseite :: Ebene Hoch :: ? Vorherige Seite :: N䣨ste Seite ? :

Symbole
markiert den Inhalt einer Lerneinheit.
markiert die Dauer einer Lerneinheit.
markiert referenzielle Begriffe am Beginn einer Lerneinheit.
markiert Definitionen.
markiert Leitfragen.
markiert ein Beispiel.
markiert eine ܢung.

Farbig markierte Worte verweisen auf eine zugeordnete Begriffserkl䲵ng.