Einsatzarten

Overhead

Fertig-Folien: So nennt man Folien, die fix und fertig in den Unterricht mitgebracht werden. Sie werden bei der Präsentation kommentiert und erklärt, aber optisch wird nichts mehr ergänzt. Zu vielen Standardthemen werden vorgefertigte Foliensätze von Lehrmittelverlagen angeboten, die in manchen Schulen erhältlich sind. Fertig-Folien haben den Vorteil, dass sie sorgfältig und in Ruhe hergestellt werden können. Andererseits verführen Fertig-Folien zu schnellerem Vortrags-Tempo und können so ermüdend wirken.

Live-Folien: Die Folie wird unbeschrieben an die Wand projiziert und erst „live“ vor den Augen des Publikums beschrieben. Die Live-Folie kann also als Tafelersatz genutzt werden. Dafür sind besonders Folienrollen geeignet. Der Vorteil von Live-Folien ist, dass die ZuseherInnen die Möglichkeit haben, den Gedankengang besser nachzuvollziehen, weil die Folienerstellung mehr Zeit in Anspruch nimmt, und dass auf Beiträge der Anwesenden besser eingegangen werden kann. Allerdings können Live-Folien auch zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Live-Folien wirken immer weniger professionell, als vorgefertigte gedruckte Folien – allerdings auch persönlicher.

Teilfertig-Folien: Ein Mittelding zwischen Live-Folien und Fertig-Folien sind die Teilfertig-Folien. Die Folie ist schon zu Beginn der Präsentation teilweise beschrieben und wird dann „live“ fertig entwickelt. Damit man die vorgefertigte Folie mehrfach verwenden kann, ist es möglich, eine zweite Folie schützend über die Teilfertig-Folie zu legen. Die Ergänzungen werden dann nur auf die Schutzfolie geschrieben. Teilfertig-Folien kombinieren also die Vorteile der Live-Folien mit denen der Fertig-Folien: Die ZuseherInnen können den Prozess der Foliengestaltung miterleben, und dennoch wird beim Vorführen Schreibzeit gespart.

Überleg-Technik: Manchmal auch Overlay-Technik oder Aufbau-Technik genannt. Durch Übereinanderlegen mehrerer Folien wird das Schaubild schrittweise aufgebaut. Bis zu acht Folien (0,08 mm) können übereinander gelegt werden, ohne dass es zu einem nennenswerten Helligkeitsverlust kommt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Folien wirklich exakt aufeinander liegen. Dazu kann man entweder zu einem Arbeitsrahmen greifen, oder alle Folien an der gleichen Stelle markieren. Das ermöglicht es, die Folien schnell und genau aufeinander zu legen. Für bis zu drei Folien gibt es auch die Klapptechnik: Dabei werden die Folien mit durchsichtigem Klebeband seitlich aneinander geklebt. Zu Beginn sind die Folien wie Fensterläden auseinandergeklappt, und nur eine Folie wird gezeigt. Erst im Laufe der Präsentation werden die Seitenflügel "zugeklappt" und so sichtbar gemacht. Viele Overheadprojektoren haben auch seitliche Haltestifte. Mit einem gewöhnlichen Locher kann man die einzelnen Folien passgenau lochen, und dann an den Haltestiften befestigen.

Aufdecktechnik: Wenn von einer Folie zunächst nur ein Teil gezeigt werden soll, kann der andere Teil mit Papier abgedeckt werden. Dieser Teil wird erst nach und nach im Verlauf des Vortrages enthüllt. Ein einfacher Trick ist es, das Abdeckpapier unter die Folie zu legen: So hat der / die Vortragende immer die ganze Folie im Blick, während das Publikum nur den offenen Teil sieht. Eine Gefahr bei dieser Technik liegt darin, dass die ZuseherInnen das Gefühl bekommen können, dass sie bevormundet werden, weil ihnen einen Teil der Folie vorenthalten wird. Ein Ausweg wäre es, entsprechend der Überleg-Technik den Folieninhalt auf mehrere Folien aufzuteilen. Zunächst wird nur die erste Folie ganz gezeigt, und dann die anderen Folien mit den anderen Teilen des Inhaltes nach und nach darüber gelegt. So wird der Eindruck vermieden, dass dem Publikum etwas vorenthalten wird.

Verschieben von Teilen: Hier liegen Teile einer zerschnittenen Folie auf einer anderen Folie und werden "live" auf ihren Platz gelegt oder zusammengefügt. Ebenso wie bei der Überleg-Technik wird auf diese Weise ein Sachverhalt schrittweise entwickelt, hier kommt aber hinzu, dass die Elemente frei herumgeschoben werden können und immer neu kombiniert werden können. Der Phantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt, diese Technik weiter zu entwickeln.


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