Tipps

Diaprojektion

Bei der Herstellung der Dias:

Querformat! Viele Projektionsflächen sind nicht geeignet, hochformatige Bilder zu zeigen. Damit ein hochformatiges Dia oben und unten vollständig zu sehen ist, muss die Bildgröße um mehr als die Hälfte reduziert werden. Daher sind querformatige Bilder zu empfehlen. Ein häufiger Wechsel zwischen Hoch- und Querformat kann übrigens als störend empfunden werden.

Seitenverhältnis 3:2! Dias sind etwas schmäler als das A4-Seitenverhältnis – das sollte bei der Herstellung berücksichtigt werden.

Duplizieren statt zurückblättern! "Zurückblättern" während des Vortrages wirkt sehr störend für die ZuseherInnen. Daher empfiehlt es sich, Bilder rechtzeitig zu duplizieren, wenn sie mehr als einmal im Vortrag gebraucht werden.

Vorlage maximal A6! Um eine Vorlage für ein Textdia selbst herzustellen, wird eine Fläche von max. 12 x 8 cm (ca. A6) beschriftet und bildfüllend fotografiert.

Eine Aussage pro Bild – Für Textdias und Grafiken: Auf ein Dia sollte nicht mehr als eine Aussage kommen - sonst wirkt das Dia überladen und auf die ZuseherInnen abschreckend.

Komplexe Bilder schrittweise aufbauen! Ein komplexes Bild oder eine komplexe Graphik ist leichter zu "verdauen", wenn sie schrittweise auf mehrere Dias verteilt aufgebaut wird. Hier bewährt sich die Überblend-Technik besonders.

Lesbarkeit testen! Bücher können nicht einfach als Vorlagen für Textdias genommen werden, da die Schrift meist zu klein ist. Ein Diapositiv sollte aus einer Entfernung von ca. 30 cm lesbar sein.

Bei der Präsentation der Dias:

Keine zu langen Diavorträge! In einem abgedunkelten Raum ist es schwierig, sich längere Zeit zu konzentrieren. Daher sollte ein Diavortrag nicht länger als zwanzig Minuten dauern und nicht mehr als 50 Dias umfassen.

Schwarzdias einfügen! Wenn im Vortrag eine Zeit lang kein Bild benötigt wird, wirkt es störend, wenn das letzte Bild noch zu sehen ist. Auch die grelle weiße Leinwand lenkt die Aufmerksamkeit des Publikums ab. Um ständiges Ein- und Ausschalten zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, Schwarzdias einzufügen: Am besten sind dafür unbelichtete Filmstreifen in einem normalen Diarahmen geeignet. Wenn man einen andersfarbigen Diarahmen nimmt, kann man sofort erkennen, an welcher Stelle Schwarzdias stehen. Bei Diaprojektoren mit Rundmagazinen können anstatt der Schwarzdias auch einfache Quadrate aus starkem Karton mit einer Seitenlänge von 4,9 cm verwendet werden.

Dias nummerieren! Wenn Dias einmal in Unordnung geraten sind, braucht man lange, bis sie wieder in der richtigen Reihenfolge sind und nicht seitenverkehrt stehen. Für fertig vorbereitete Diaserien, die in der selben Form mehrmals verwendet werden, sollte man daher die Dias nummerieren, am besten mit kleinen Etiketten, die man – von hinter dem Projektor aus gesehen – in die rechte obere Ecke klebt und durchnummeriert. So kann man Reihenfolge und Position der einzelnen Dias leicht wieder finden.

Bildkommentare: Die BetrachterInnen brauchen immer etwas Zeit, um sich auf dem Bild zurecht zu finden. Dafür sollte immer etwas Zeit eingerechnet werden, bevor man das Dia kommentiert.
Zum Publikum sprechen! Kommentare sollten immer zum Publikum gewandt abgeben werden.

Bei der Lagerung der Dias:
Raumklima beachten! Diapositive reagieren sehr empfindlich auf das Raumklima, Klimaschwankungen können sehr schädlich sein. Die Raumtemperatur sollte nicht über 20°C betragen, die Luftfeuchtigkeit nicht über 50% liegen.

Lichtgeschützt lagern! Diapositive müssen lichtgeschützt gelagert werden, da sie sonst ausbleichen.

Nicht in Regalen lagern! Diapositive sollten in geschlossenen Kästen gelagert werden, um Staub, Lichteinfall und Klimaschwankungen zu vermeiden.


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