Vorgefertigte Modelle als Anschauungsobjekte

Im Unterricht können originalgetreue Nachbildungen von alten Gegenständen mehrere Funktionen der originalen Sachquellen übernehmen: Sie ermöglichen eine konkrete Vorstellung von der Vergangenheit und sprechen mehr Sinne an, als es bei Text- oder Bildquellen der Fall ist. Allerdings fehlt den Modellen oft der Reiz des Originals, der die Arbeit mit gegenständlichen Quellen sonst charakterisiert.

Vorgefertigte Modelle werden im Unterricht daher vor allem dann eingesetzt, wenn die Originalquellen nicht verfügbar sind, oder ihr Alter und Wert es nicht zulässt, dass sie im Unterricht eingesetzt werden. Manche Museen verkaufen originalgetreue Nachbildungen von einzelnen Exponaten. Andere Museen stellen Schulen sogenannte „Museumskoffer“ zur Verfügung, also Sammlungen von speziell für den Unterricht konzipierten Modellen von Gebrauchsgegenständen o.ä. zu einem bestimmten Thema.

Eine andere Funktion erfüllen verkleinerte Nachbildungen etwa von Gebäuden, Industrieanlagen oder ganzen Städten. Sie rekonstruieren oft einen früheren Zustand, oder sie ermöglichen einen Überblick aus der Vogelperspektive, um so die Orientierung zu erleichtern und um die einzelnen Bestandteile in ihrer Funktionalität besser zu verstehen. Verkleinerte Abbildungen von Städten, Dörfern oder Bauwerken sind in vielen Museen zu finden.

Zu den vorgefertigten Modellen kann man auch Freilichtmuseen und bauliche Rekonstruktionen zählen, also etwa Nachbildungen von mittelalterlichen Siedlungen oder römischen Kastellen.


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