Leistungsfeststellung/ Leistungsbeurteilung

Leistungsfeststellung damals: humorvolles Bildnis von Jan Steen. Quelle: Schiffer, H. (1985). Tausende Jahre Schule. Eine Kulturgeschichte des Lernens in Bildern. Stuttgart - Zürich: Belser.Im schulischen und universitären Alltag werden Überprüfungen und Prüfungen zumeist mit den Begriffen Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung umschrieben.
















Mit Leistungsfeststellung sind zwei z.T. gegensätzliche Funktionen des Unterrichtsgeschehens verknüpft:

  • Die Überprüfung des Lernerfolgs in Bezug zu vordefinierten Lehr- oder Lernzielen, im wesentlichen also fachliches feed back.
  • Die Etablierung einer Rangordnung durch Einordnung einer Leistung in Relation zu anderen Gruppenmitgliedern oder in Bezug zu einer abstrakten Leistungsskala (ranking).
  • Laut Schulgesetz der Akt der Überprüfung der Leistung selbst (Mitarbeit, Prüfung, Schularbeit).

Mit Leistungsbeurteilung sind wiederum mehrere Funktionen verknüpft:

  • Die Beurteilung einer Leistung zur Feststellung der fachlichen Qualifikation eines/r Kandidaten/in.
  • Die Beurteilung einer Leistung zum Zweck institutionell festgelegter Karrierewege: Allokation.
  • Laut Schulgesetz die Festlegung der Noten.

In jedem Fachbereich sind bestimmte formale und informelle Standards der Leistungsbeurteilung etabliert, die sinnvollerweise auch in der Planung zu respektieren sind.

Lehrende/r sollten Leistungsbeurteilung nicht mit fachlichen feed back gleichsetzen oder als Ersatz dafür benutzen. Die psychosozialen Bedingungen bei Prüfungen (Anspannung, Stress, Angst) generieren andere Resultate, als die relativ angstfreie Atmosphäre beim feed back, bei dem – in Selbstkontrolle oder als teamorientierter Prozess - eine Überprüfung des Lernerfolges stattfindet.


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