Politik des Freien Radiobundes

Radioröhre

 

Anfänglich orientierten sich die Forderungen an den Bedürfnissen der   BastlerInnen.

  • Möglichste Freiheit für die Herstellung von Empfangsapparaten. Kein  Monopol für eine Firma. Freier Verkauf von Radiobestandteilen. Möglichkeit des Selbstbaues von Apparaten.
  • Kleinste Lizenzgebühr für den Besitz von Apparaten.
  • Freiheit für den Bezug von Nachrichten.
  • Keine Einschränkung auf den Empfang von bestimmten Wellenlängen. Keine Sperre des Auslandsempfanges.
  • Einbeziehung der Vereine in den Radiobeirat der RAVAG.


Ab 1926 erkannte die Sozialdemokratische Partei zunehmend die Wichtigkeit des Massenmediums Rundfunk als politisches Kampfmittel und änderte ihre Politik. Ein sozialistisches Programmkomitee wurde gegründet, das die Aufgabe hatte, arbeiterInnenspezifische Programme zusammenzustellen. Der Antrag auf einmal wöchentlich eine Stunde Sendezeit für Vorträge über ArbeiterInnen- und Angestelltenfragen wurde zwar bewilligt, die geforderte "Stunde der Arbeiter" allerdings nicht genehmigt.

Offensichtlich genügte es der Parteispitze einen etwas stärkeren Einfluss auf das RAVAG-Programm zu haben, sonstige Forderungen - beispielsweise nach einem eigenen Sender, wie es einige Mitglieder des Radiobundes verlangten - stellte sie nicht.


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