Ständestaat

Staatswappen 1934-38

 

Zwischen Februar 1934 und März 1938 regierte das   katholisch - konservative Lager unter Engelbert Dollfuß bzw. Kurt Schuschnigg diktatorisch (Austrofaschistischer Ständestaat). Die sozialdemokratische Partei und die NSDAP wurden verboten und ihre AnhängerInnen verfolgt. Auch innerhalb der RAVAG kam es zu Veränderungen. Der  Rundfunk wurde ganz offiziell zum Instrument der autoritären Staatsführung. Bundeskanzler Kurt Schuschnigg beschrieb das Verhältnis folgendermaßen:

"Selbstverständlich muss das Verhältnis eines autoritär geführten Staates zum Rundfunk ein anderes sein. Mit der Ausschaltung des Parteienwesens darf und muss auch der Rundfunk vom Staate zu seinen Zwecken in erhöhtem Maße herangezogen werden. Ein so geleiteter Staat muss sich des Rundfunks bedienen." (zit. in: Ergert 1974, S. 133f)

Oskar Czeija, der bis zum "Anschluss" 1938 Generaldirektor der RAVAG blieb, sah das ähnlich:

"Der Rundfunk hat eine neue Aufgabe übernommen, nämlich die Aufgabe, das  gesamte Volk in einheitlicher Willensbildung zusammenzufassen." (zit. in: Ergert 1974, S. 134)

 

Audiofile zum Österreichbewusstsein


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