Radio und Widerständigkeit

 

Das Hören nicht-deutscher Sender war verboten und wurde mit Kriegsbeginn unter Strafe gestellt. Die NationalsozialistInnen befürchteten, dass Informationen über den Kriegsverlauf oder Kriegsgräuel den Glauben an einen Verteidigungskrieg und die Glaubwürdigkeit des Regimes schwinden lassen könnten. Doch trotz der harten Strafen (Gefängnis- bis Todesstrafe), die auf das Hören ausländischer Sender ausgesetzt waren, dürften viele Menschen die sogenannten "Feindsender" - vor allem BBC und Radio Moskau - gehört haben, um zusätzliche Information über die tatsächliche politische Lage zu bekommen.

Deutscher Kleinempfänger DKE 38

Allerdings war das nicht leicht, weil der Volksempfänger und der Deutsche Kleinempfänger (DKE) so konstruiert waren, dass nur der Reichssender empfangen werden konnte. Beim Kauf jedes Volksempfängers wurde ein rotes Warnschild mitgeliefert, auf dem zu lesen stand,

"Das Abhören ausländischer Sender ist ein Verbrechen gegen die nationale Sicherheit unseres Volkes. Es wird auf Befehl unseres Führers mit schweren Zuchthausstrafen geahndet."


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