Umsetzung des Rundfunkvolksbegehren

ORF

 

Als es 1966 zur Parlamentsauflösung kam und das Kabinett Klaus zurücktrat, verfielen automatisch alle Initiativen und mussten neu eingebracht werden. Im Wahlkampf war die Parole der ÖVP, dass sie im Falle einer Mehrheit das Volksbegehren umsetzen würde. Diese Mehrheit bekam sie auch (1966-1970 ÖVP-Alleinregierung unter BK Klaus), weshalb sie gezwungen war, ihr Versprechen einzuhalten, allerdings nicht ohne den Text des Volksbegehrens bezüglich der Besetzung der zuständigen Gremien zu ihren Gunsten zu verändern. Am 8. Juli 1966 wurde schließlich das Österreichische Rundfunkgesetz im Nationalrat beschlossen, das am 1. Jänner 1967 in Kraft trat. Durch das Rundfunkgesetz wurde der ORF eine der wenigen europäischen Rundfunkanstalten mit voller Programm-, Personal- und Finanzautonomie (Monopolrundfunk).

Seither gibt es eine gesetzlich festgelegte Richtlinien für eine parteiunabhängige und objektive Berichterstattung.

"Die Gesellschaft hat zu sorgen für...die objektive Information
der Allgemeinheit in Form von Nachrichten, Reportagen, Kommentaren und Stellungnahmen und sachlicher Kritik am öffentlichen Leben, unter Berücksichtigung wichtiger Aussagen der öffentlichen Meinung..." (Rundfunkgesetz vom 8.7.1966, BGBI. Nr. 195/1966)

Eine wesentliche Neuerung des Organisationsstruktur des Österreichischen Rundfunks war das Intendanturprinzip. Die Wahl fiel auf Gerd Bacher, mit dem das Zeitalter eines zumindest im Vergleich zu früheren Zeiten "objektiven" ORF begann, obwohl Teile des Proporzes wieder eingeführt wurden und bis heute - auch bei den Personalbesetzungen - zu finden sind.


Startseite :: Ebene Hoch :

Symbole
markiert den Inhalt einer Lerneinheit.
markiert die Dauer einer Lerneinheit.
markiert referenzielle Begriffe am Beginn einer Lerneinheit.
markiert Definitionen.
markiert Leitfragen.
markiert ein Beispiel.
markiert eine ܢung.

Farbig markierte Worte verweisen auf eine zugeordnete Begriffserkl䲵ng.