Österreichische Wochenschau

BK Dollfuß im Stadion

 

 

1933-1938: gab es die austrofaschistische Wochenschau "Österreich in Bild und Ton, österreichische Wochenschau". Diese war weniger ein Nachrichtenmedium, sondern vor allem ein Propagandainstrument. Verbunden mit ihr war das Ziel, das ständestaatlich-katholische austrofaschistische System zu propagieren und die österreichische Identität zu stärken, um damit dem "Anschluss" an das Deutsche Reich entgegenzuwirken. Seit 1933 waren aufgrund einer Regierungsverordnung alle österreichischen Tonkinos zum Bezug und zur Vorführung dieser Wochenschau verpflichtet.

Zu diesem Zweck kam es ab 1936 in Österreich zur Errichtung von eigenen Wochenschau-Kinos als Non-Stop-Kinos in Wien sowie in Linz, Salzburg und Innsbruck.

Zur Blütezeit des Kinos gab es solche Institutionen in nahezu allen Großstädten; in Wien waren dies das "Ohne-Pause-Kino" am Graben, das "Non-Stop-Kino" auf der Mariahilferstraße oder das "Welt im Film" auf der Landstraßer Hauptstraße. Dort konnte man die neuesten Ausgaben der Wochenschau zusammen mit einem Kurz- und Werbefilmprogramm - so quasi in einer Endlosschleife präsentiert - sehen.

Non Stop-Kino Graz

Am längsten hielt sich das in den 50er Jahren erbaute Kino am Grazer Hauptbahnhof, das im September 2010 endgültig seine Pforten schließen musste.


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