Tag der Arbeit 1930

Kontext: 1. Mai 1930

Die Maifeier von 1930 ist gekennzeichnet von BürgerInnenkrieg und Weltwirtschaftskrise: Hunderttausende sind arbeitslos, und mit Vaugoin - dem neuen Mann an der Spitze der Christlich-Sozialen - verschärft sich die Situation für den Schutzbund und die sozialistische Partei zunehmend. Als „Tag des Trotzes“ bezeichnet deshalb die Arbeiterzeitung diesen 1. Mai. Trotz Regenwetter folgen 400.000 ArbeiterInnen ihrem Aufruf, sich an den Maidemonstrationen zu beteiligen.„Wir lassen uns nicht beugen“, verkündet das Transparent der Eisenbahner der Westbahn als Warnung und Kampfansage an die christlich-soziale Regierung. Besonders hoch ist dieses Mal die Beteiligung der Jugendorganisationen. Sie fordern die „Trennung von Kirche und Staat“, die „Abschaffung des § 144“ (Entkriminalisierung von Abtreibungen) und eine Reform des Ehegesetzes.

Quellen:
AZ, Nr. 119, 1.5.1930, S. 1-3.
AZ, Nr. 120, 2.5.1930, S. 1-2.


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