Tag der Arbeit 1943

Kontext: 1. Mai 1943

Auch im 4. Kriegsjahr wird der 1. Mai in Österreich als Feiertag begangen. Die eigentliche Idee des Ersten Mai als Kampf- und Feiertag der Internationalen ArbeiterInnenbewegung steht nicht mehr im Vordergrund. Entsprechend der nationalsozialistischen Ideologie ist es vor allem das Festhalten an deutschem Brauchtum, das jetzt im Zentrum der Maifeiern steht. Das Aufstellen von Maibäumen, geschmückt mit Kränzen und Bändern ist in ganz Österreich schon lange verbreitet. Der erste Beleg eines Maibaumes stammt aus dem Jahr 1466. Im 17. Jahrhundert war er verboten, erst im 19. Jahrhundert kam er wieder in Mode. Um den Maibaum entwickelten sich verschiedenen Bräuche und Volksfeste wie zum Beispiel das Maibaumkraxeln. Der Maibaum galt im Mittelalter als Rechtssymbol, wandelte sich später zum Liebes- und Ehrenzeichen für Mädchen und wurde erst unter dem Nationalsozialismus zum Dorfsymbol. Vor allem in Kärnten gab und gibt es die Tradition des sogenannten Kranzlstechens, die sich aus den mittelalterlichen Ritterspielen ableitet. An einem Baum werden Kränze aufgehängt, und die Männer versuchen hoch zu Ross mit einem Degen diese aufzufangen. Der Sieger darf die Dame seines Herzens mit dem Kranzl ehren.

Quellen:
www.aeiou.at
Völkischer Beobachter, Wiener Ausgabe, 2.5.1939, S. 2.


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