Tag der Arbeit 1950 (3)

Kontext: 1. Mai 1950 (3)

Maiaufmarsch der SPÖ vor der Oper. 1. Mai 1950 (3) 01:53

 

Der 1. Mai 1950 ist ein wolkenloser, sonniger Frühlingstag. Über 50.000 Menschen beteiligen sich an dem Maiaufmarsch.

Grundtenor dieses 60. Jahrestages der Maiaufmärsche, ist die Forderung nach „Freiheit, Friede und sozialer Sicherheit“, „die Loslösung von beiden Blöcken“ und die „Absage an jede Diktatur“.

Wie jedes Jahr versammeln sich die VertreterInnen der Kommunistischen Partei am Schwarzenbergplatz. Von dort marschieren sie über den Ring mit riesigen Stalintransparenten, die ihre Solidarität mit der Sowjetunion bekunden. „Weg mit den Agenten und Spionen!“ fordern sie.

Für die Sozialistische Partei ist es der erste Maiaufmarsch ohne Karl Seitz, der im Februar zuvor verstorben ist. Auf der Ehrentribüne des Wiener Rathauses stehen Parteiobmann Vizekanzler Schärf und der Wiener Obmann Stadtrat Jonas. An ihnen ziehen vom Ring kommend, in Zwanzigerreihen länger als drei Stunden lang die Bezirkszüge mit Sprechchören, „Freundschaft!“-Rufen und Marschmusik vorbei. Viele Transparente fordern den Abzug der Alliierten: „Gebt Österreich frei!“, „Befreier, befreit uns von euch!“, „Wir zahlen die Erbsen – her mit dem Staatsvertrag!“, „Räumt Österreich, aber räumt es nicht aus“.

Quelle:
Arbeiterzeitung, Nr. 102, 3.5.1950, S. 1-2)

 


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