Nationalgeschichte

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Die Dominanz der Nationalgeschichte

Nationalgeschichte und die Konstruktion nationaler Identität wird trotz zahlreicher Unterschiede in den einzelnen Staaten immer noch als eine wesentliche Aufgabe des Geschichtsunterrichts erachtet. Diese Feststellung lässt sich sowohl für die Lehrpläne an den Schulen als auch an den Universitäten treffen.

In den meisten Staaten West- und Mitteleuropas hat die Dominanz der Nationalgeschichte - gegenüber einer europäischen Geschichte bzw. einer Weltgeschichte - bereits eine lange Tradition, für die ehemaligen kommunistischen Staaten Ost- und Südosteuropas gilt dies erst seit Anfang der 90-er Jahre. An die Stelle von Historischem Materialismus und Marxismus-Leninismus rückten nationale und bisweilen sogar nationalistische Konzepte der Geschichte. Wenn dies auch zweifelsohne einen Rückschritt bedeutet, so muss diese Entwicklung als ein Schritt eines neu entstandenen Staates hin zu einer nationalen Identitätsfindung gesehen werden. Geschichte (besonders als Unterrichtsfach an Schulen) soll nämlich die nächste Generation mit der Geschichte des eigenen Landes vertraut machen und den reformierten Staat zugleich legitimieren.

Als Charakteristikum lässt sich weiters festhalten, dass "Weltgeschichte" häufig von einem nationalen Blickpunkt betrachtet wird. Besonders augenscheinlich wird dies etwa bei Großbritannien oder Russland, wo Weltgeschichte als "erweiterte" Geschichte einer (ehemals) mächtigen Nation aufgefasst wird.


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