Politische Geschichte

Modelle

Dominanz der Politikgeschichte

Gemeinsam mit Chronologie und Nationalgeschichte prägt die Politikgeschichte die Trias des Geschichtsunterrichts und der Geschichtslehrerausbildung in Europa. Obwohl andere methodische Ansätze wie Sozial-, Wirtschafts- oder auch Kulturgeschichte (im Sinne von "cultural studies" und nicht von J. Burckhardts Begriff der "Kulturgeschichte") wesentlich jünger sind, dominiert der politikgeschichtliche Ansatz nach wie vor den Geschichtsunterricht an Universitäten und besonders an Schulen.

In den ehemals kommunistischen Staaten Ost- und Südosteuropas lässt sich die Tendenz bemerken, dass der politikgeschichtlichen Methode an den Universitäten mehr Raum geboten wird als an den Schulen - konträr etwa zu den west- und mitteleuropäischen Ländern, wo das Verhältnis genau umgekehrt ist. Die Ursache dafür lässt sich nicht einfach erklären, der Grund dafür dürfte aber in der Demokratisierung nach 1989 zu sehen sein. Politische Geschichte kann seither in einer differenzierteren Form diskutiert werden, als dies noch vor der Wende möglich war. Ein nicht unwesentlicher Faktor dürfte auch sein, dass Wirtschafts- und Sozialgeschichte größtenteils als ideologische Residua der kommunistischen Ära gesehen werden.


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